Zahlen, Daten und Fakten

Die Windenergie ist eine Schlüsselbranche der erneuerbaren Energien“

(Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE) des Landes Brandenburg)

Wie wichtig die Windenergie als Wirtschaftsfaktor in Brandenburg ist, zeigt eine Studie von April 2019 zur „wirtschaftlichen Bedeutung der Windenergie in Brandenburg“. Die Wirtschaftsforscher von DIW Econ haben darin ermittelt:

  • Im Jahr 2017 löste die Windbranche eine direkte und indirekte Bruttowertschöpfung in Höhe von 1.400 Millionen Euro im Land aus.
  • Damit schafft die Windenergie landesweit etwa 8.600 Arbeitsplätze.
  • Das Land Brandenburg und seine Gemeinden verbuchten durch Windkraft direkte Steuereinnahmen in Höhe von fast 70 Millionen Euro.

Die Beschäftigten arbeiten beim Aufbau von Windparks, in der Herstellung von Maschinenteilen, als Elektrotechniker in der Wartung oder auch in einem der vielen Handwerksbetriebe, die für den Bau oder reibungslosen Betrieb der Anlagen sorgen.

Windenergie: Power für Brandenburg

In Brandenburg sind derzeit 3.821 Windenergieanlagen errichtet, die zusammen auf eine installierte Leistung von 7.000 MW kommen. Brandenburger Unternehmen gehören dabei zu den Technologieführern für die Energiewirtschaft der Zukunft. Einige Beispiele:

  • Unternehmen aus Brandenburg planen heute weltweit Erneuerbare-Energien-Projekte und schaffen damit bei uns nachhaltige Arbeitsplätze.
  • Besucher aus der ganzen Welt besichtigen Feldheim, den ersten und bisher einzigen wirklich energieautarken Ort Deutschlands.
  • Der Wasserstoff-Zug „Coradia iLint“ hat zwischen Berlin und Eberswalde seine Jungfernfahrt absolviert, hergestellt wird der Wasserstoff mit Energie aus Wind.
  • Bürgerbeteiligung made in Brandenburg: In Schlalach gründeten die Bürgerinnen und Bürger für ihren Windpark eine Bürgerstiftung und sorgen so dafür, dass der Ort direkt profitiert. Das innovative Projekt findet überregionale Beachtung.

Klimaschutz: Wichtig auch für Unternehmen und Industrie

2017 haben Windenergieanlagen in Brandenburg über 11.500 Millionen Kilowattstunden Strom produziert. Dadurch konnten rund 750.000 Tonnen CO2-Emmissionen vermieden werden (Quelle: CO2-Rechner des BWE). Zum Vergleich: Statisch verursacht jeder Bundesbürger im Jahr zehn Tonnen CO2-Emissionen. Die Windenergieanlagen in Brandenburg sparen also die derzeitigen CO2-Emissionen der Einwohner einer Stadt wie Brandenburg an der Havel (72.000 Einwohner) ein.

Angesichts zunehmender Kosten für CO2-Emissionen steigt in der Industrie und bei der öffentlichen Hand der Bedarf an echtem Grünstrom. Der Hunger nach klimafreundlicher Energie wird gerade in der Metropolregion Berlin massiv zunehmen. Die Akteure in Brandenburg stehen bereit und entwickeln Marktmodelle, um Strom dort anzubieten, wo er produziert wird.

Ausbau: In Brandenburg kaum neue Anlagen

Obwohl der Klimaschutz nach mehr Erneuerbaren ruft, erlebt die Windbranche derzeit einen massiven Einbruch – gerade auch in Brandenburg. Bei den Ausschreibungen für Windenergie im Mai 2019 erhielten in Brandenburg nur fünf Gebote einen Zuschlag. Das zeigen die Daten der Fachagentur Windenergie an Land.

Im ersten Halbjahr 2019 wurden in Brandenburg gerade einmal acht Windenergieanlagen neu errichtet.

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